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Mehr Hautkrebs im Klimawandel?

Saarland und Sachsen traurige Spitzenreiter bei Neuerkrankungen

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs. Das belegen Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

07.08.2019

Der Besuch von Solarien erhöht das Risiko, Hautkrebs zu bekommen, drastisch.Bild: Fotolia/ Dragan Trifunovic

Demnach erhielten 2017 bundesweit 87 Prozent mehr Frauen und Männer die Diagnose „schwarzer Hautkrebs“ (malignes Melanom) als noch 2007. An „weißem Hautkrebs“ (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom), der besser zu therapieren ist, erkrankten 2017 sogar rund 145 Prozent mehr Versicherte als zehn Jahre zuvor.

Der Klimawandel ist einer der möglichen Gründe für die enorm hohen Steigerungsraten. Denn mehr warme Sonnentage bedeuten mehr Tage mit hoher UV-Strahlung. Und die ist gesundheitsgefährdend und wurde von der Weltgesundheitsorganisation in die höchste Krebsrisikostufe eingeordnet.

Das Risiko für Hautkrebs steigt zudem mit zunehmendem Alter. Da die Menschen immer älter werden, nimmt auch die Zahl der Betroffenen zu. Zu den weiteren Ursachequellen zählen eine familiäre Vorbelastung, der Besuch von Solarien sowie der Hauttyp. „Ganz entscheidend ist auch der eigene Umgang mit der UV-Strahlung“, sagt Roland Milwich vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Reutlingen. „Jeder sollte daher an Sommertagen schützende Kleidung samt Sonnenhut tragen, unbedeckte Hautregionen reichlich mit Sonnenschutzmittel mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 und hohem UVA- und UVB-Schutz eincremen, die pralle Mittagssonne meiden und schützende Schattenplätze suchen.“ Ansonsten kann Bräune einen hohen Preis haben.

Das Plus an Hautkrebsfällen im Ländervergleich: Beim „schwarzen Hautkrebs“ hat das Saarland laut KKH-Daten mit 138 Prozent die höchste Zunahme an Patienten, dicht gefolgt von Sachsen mit 133 Prozent. Am niedrigsten ist die Steigerungsrate in Mecklenburg-Vorpommern mit 61 Prozent. Beim „weißen Hautkrebs“ sind die ostdeutschen Bundesländer Rekordhalter: an Position 1 Sachsen mit einem Anstieg der Hautkrebsfälle um 312 Prozent, dann Thüringen mit einem Plus von 222 Prozent und Brandenburg von 205 Prozent. Am niedrigsten stieg die Zahl der Patienten bei dieser Krebsart in Rheinland-Pfalz (111 Prozent) sowie in Nordrhein-Westfalen (115 Prozent). TA

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Erstellt:
7. August 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2019, 01:00 Uhr

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