Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Spendensiegel hilft

Seriöse Aufrufe erkennen

Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk sorgt sich, weil Menschen auf der Straße mit der Sammelbüchse überrumpelt werden.

05.12.2018

Bereits der erste Blick auf den Spendenaufruf, eine dazugehörige Adresse oder das Impressum auf der Internetseite der aufrufenden Organisation könnte hier wichtige Hinweise liefern. „Fehlen Adresse oder Impressum ganz, ist Vorsicht geboten“, betont der Peter Hauk.

Zur Weihnachtszeit gehören wie jedes Jahr nicht nur Lebkuchen und Tannenbäume, sondern auch unzählige Spendenaufrufe. Sie füllen Briefkästen und E-Mail-Postfächer oder werden über Social-Media-Kanäle wie Facebook verteilt. Doch nicht jede Organisation ist so seriös, wie sie sich gibt. „Ein Anhaltspunkt für die Seriosität eines Spendenaufrufs kann dessen Ausgestaltung sein“, erklärt der Verbraucherminister. „Im Spendenaufruf sollten zum Beispiel auch Zahlen und Fakten zum Hilfsprojekt genannt und eine verantwortliche Organisation erkennbar sein. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten bei Interesse nach dem Jahresbericht der jeweiligen Organisation fragen. Aus diesem sollte sich herauslesen lassen, wohin bisherige Spenden gegangen sind und was mit diesen bewirkt wurde.“,

Lohnen könne sich beispielsweise auch ein Blick auf die Liste des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). „Die Stiftung vergibt ein Spendensiegel an Organisationen, die von der Stiftung hinsichtlich ihrer Förderungswürdigkeit geprüft wurden“, so der Minister. „So muss eine geprüfte Spendenorganisation etwa Aussagen über die Qualität ihrer eigenen Organisation durch klare, nachvollziehbare Informationen belegen und gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken im Sinne der Abgabenordnung dienen.“ Allerdings sei ein fehlendes Siegel nicht automatisch ein Beleg für eine unseriöse Organisation. „Da wohltätige Organisationen erst ab einem jährlichen Spendenaufkommen von 25 000 Euro das Spendensiegel beantragen können, wird der kleine Verein um die Ecke das Siegel wahrscheinlich nicht vorweisen können“, stellt Hauk fest. „Wer dessen Arbeit unterstützen will, kann sich direkt mit dem Verein in Verbindung setzen und sich über den Einsatz der Spendengelder informieren.“ Auf der Straße oder an der Haustüre solle sich niemand von Menschen mit Sammelbüchsen überrumpeln lassen. TA

Zum Artikel

Erstellt:
5. Dezember 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Dezember 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Dezember 2018, 01:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.