Lichttest macht Straßen sicherer

Trotzdem ist jeder dritte Autofahrer mit falsch eingestellten Leuchten unterwegs

In den Herbstmonaten sind Autofahrer vermehrt bei Dämmerung, trübem Wetter und Dunkelheit unterwegs. Eine einwandfreie Beleuchtung ist nun wichtig, damit das Unfallrisiko sinkt.

Trotzdem ist jeder dritte Autofahrer mit falsch eingestellten Leuchten unterwegs

Im Oktober prüfen die Kfz-Werkstätten die Fahrzeugbeleuchtung. Archivbild: ProMotor / T.Volz

Die Faktenlage: Jeder dritte PKW-Fahrer ist mit defekten oder falsch eingestellten Leuchten und Scheinwerfern unterwegs. Darum führen die Deutsche Verkehrswacht (DVW) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) jedes Jahr die Aktion „Licht-Test“ durch.

Immer im Oktober können Autofahrer kostenlos ihre Fahrzeugbeleuchtung in teilnehmenden Werkstätten der KFZ-Innung überprüfen lassen. Schätzungen zufolge nehmen jedes Jahr mehrere Millionen Fahrzeuge teil und machen den Licht-Test damit zu einer der größten Verkehrssicherheitsaktionen im Bundesgebiet.

Schirmherr gibt grünes Licht

Den Test gibt es bereits seit mehr als 60 Jahren. Schirmherr ist der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer. Zur Aktion sagt Scheuer: „Sehen und gesehen werden – im Straßenverkehr kann dieses Motto Leben retten! Deshalb gilt: Gutes Licht ist für die Verkehrssicherheit enorm wichtig. Die Aktion Licht-Test sorgt dafür, dass die Beleuchtung optimal funktioniert und die Scheinwerfer richtig eingestellt sind. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer: Der Licht-Test macht seit mehr als 60 Jahren unsere Straßen sicherer.“

Licht-Plakette als Nachweis

Bei der Überprüfung wird die gesamte vorgeschriebene Lichtanlage unter die Lupe genommen. Dabei werden kleine Mängel sofort behoben, nur Ersatzteile und umfangreiche Einstellarbeiten müssen bezahlt werden. Wenn alles in Ordnung ist, gibt es die bekannte Licht-Test-Plakette für die Windschutzscheibe. Das signalisiert der Polizei bei Verkehrskontrollen ein erfolgreich geprüftes Autolicht.

Ehrenamtliche aus den Verkehrswachten in ganz Deutschland beteiligen sich jedes Jahr unter anderem an der Spannbandaktion. Dabei werden große Banner für Autofahrer gut sichtbar an Straßen aufgehängt, um auf den Wert einer guten Beleuchtung und auf die Aktion hinzuweisen. Das Kfz-Gewerbe und die DVW erwarten auch in diesem Jahr wieder mehrere Millionen Autofahrer, die ihre Fahrzeugbeleuchtung in den Kfz-Werkstätten überprüfen lassen.

Ein Drittel Mängelfahrzeuge

Viele Testergebnisse werden auf sogenannten Mängelkarten dokumentiert und zur Auswertung an die DVW geschickt. 2018 gingen etwa 100000 Mängelberichte ein. Daher stammt auch die eingangs erwähnte Erkenntnis: Knapp ein Drittel der kontrollierten PKW (32,7 Prozent) und Nutzfahrzeuge (31 Prozent) auf deutschen Straßen, waren im vergangenen Jahr mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs. TA


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09.10.2019, 01:00 Uhr