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Mit oder ohne Flugzeug?

Urlaub 2020: Wie manche Tübinger zur Klimadebatte stehen

Der Winter nimmt Fahrt auf und einige Tübingerinnen und Tübinger sehnen sich bereits wieder nach langen und sonnigen Sommertagen, am besten in Kombination mit unbeschwerten Ferien. Doch welche Pläne hegen Urlaubsfreudige angesichts der aktuellen Klimadebatte? Soll es ans Meer gehen oder doch lieber auf die Streuobstwiese? Wir fragten nach.

08.01.2020

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Auch beim Mössinger Apfelfest lässt es sich prima entspannen – nahezu klimaneutral. Archivbild: Moritz Siebert

Die Ansichten zur optimalen Urlaubsgestaltung gehen insbesondere bei der Frage nach dem Verkehrsmittel weit auseinander: „Wenn ich Urlaub mache, benutze ich kein Flugzeug, weil es viel Luftverschmutzung verursacht“, erklärt die Studentin Francisca Muster.

Ein 75-jähriger Tübinger lehnt eine Flugreise ebenfalls aus ökologischen Gründen ab. „Ich habe meinen Urlaub noch nicht geplant. Aber ich werde mit dem Bus oder Zug reisen, weil das gut für den Planeten ist.“

Isolde Fischer hingegen ist der Meinung, dass das Auto für einen Familienurlaub einfach praktisch ist. „Vielleicht gehen wir an den Bodensee. Da fahren wir lieber mit dem Auto“, sagte die 59-Jährige. Die Strecke sei kurz und im Vergleich zu anderen Fahrzeugen sei das Auto am bequemsten.

Die Wahl des Verkehrsmittels hängt also auch von anderen Faktoren als der Umweltfreundlichkeit ab. Für eine 38-Jährige spielt die verfügbare Zeit eine wichtige Rolle. „Ich weiß noch nicht, ob ich Ferien habe, weil ich arbeiten muss. Aber wenn ich Urlaub machen würde, würde ich mit dem Flugzeug fliegen, weil ich wenig Zeit habe.“

Nicht anders ist es bei Robert Blumen, einem Tübinger Chemie-Student. Er plane, diesen Sommer nach Barcelona zu reisen. Zwar sei ihm bewusst, dass der Verzicht aufs Flugzeug umweltfreundlicher sei. „Aber seit fünf Jahren habe ich nun kein Flugzeug mehr benutzt und jetzt reicht es mir.“ Außerdem sei das Flugzeug billiger als der Zug, betonte der 26-Jährige.

Laut einer aktuellen Studie der Welttourismusorganisation fallen auf einer internationalen Flugreise etwa 0,25 Tonnen Kohlendioxid an. Angesichts günstiger Flugreisen scheint eine zunehmende Verschlechterung der CO2-Bilanz damit vorprogrammiert. Ein Umdenken trugen 2019 allerdings zahlreiche Schüler/innen, Studierende und Erwachsene auf die Straße: Jeden Freitag demonstrierten sie für Umweltschutz und die Wahrung irdischer Ressourcen. Damit lässt sich auch für 2020 hoffen, dass die „Friday for Future“-Protestbewegung in Tübingen ihre Stimme weiterhin für den Klimaschutz erhebt.Vivian Viacava Galaz

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Erstellt:
8. Januar 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
8. Januar 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Januar 2020, 01:00 Uhr

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