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Vor- und Nachteile beim Rechnungskauf: Das sind die Fakten!

07.02.2020

Online bestellen und später auf Rechnung bezahlen ist praktisch und sicher für den Verbraucher. Doch hat der Komfort seinen Preis, denn jeder Rechnungskauf geht mit einer Abfrage bei der Schufa einher. Das erscheint auf den ersten Blick nicht problematisch, wirkt sich aber perspektivisch durchaus negativ auf die Bonität aus. Im Falle einer Kreditbeantragung können zu häufige Rechnungskäufe sogar zur Ablehnung der Anfrage, zumindest aber zu spürbar schlechteren Konditionen führen.

Warum die Rechnungsbestellung so beliebt ist

Täglich eröffnen neue Shops im Internet und bieten modische Trends und tolle Produkte zu überzeugenden Preisen. Doch wer einen Shop nicht kennt und in Vorkasse zahlt, geht ein erhöhtes Risiko ein. Denn die Seriosität eines Betreibers lässt sich gerade bei neuen Onlineshops nicht wirklich prüfen. Umso besser ist es, dass Verbraucher auf Rechnung bestellen und das Zahlungsziel in die Zukunft - vor allem hinter den Erhalt der Ware verschieben können. Kommt ein Paket nicht an oder passt die bestellte Kleidung nicht, geht die Retoure ohne vorherige Bezahlung und somit ohne Wartezeit auf die Rückerstattung des Betrags von Statten.

Sicherheit beim Onlinekauf: Retouren ohne vorherigen Geldfluss

Die Retoure der noch nicht bezahlten Ware sorgt für mehr Wohlbefinden als eine Rücksendung bereits bezahlter Bestellungen. Laut Gesetzgeber haben Kunden für die Begleichung einer Rechnung bis zu 30 Tage und damit bis zum nächsten Gehaltseingang Zeit. Viele Shops bitten allerdings darum, die Rechnung mit einem Zahlungsziel von 14 Tagen zu begleichen. Doch selbst diese Zeitspanne reicht aus, um zum Beispiel Kleidung zu probieren und über das Behalten oder eine Rücksendung nachzudenken. Passt die bestellte Hose nicht oder gefallen die neuen Schuhe nicht, fällt die Retoure der nicht bezahlten Ware einfacher und reißt kein vorübergehendes Loch in die Haushaltskasse.

Die Vorteile der Rechnung im Überblick

Der größte Vorteil beim Rechnungskauf ist natürlich das in der Zukunft liegende Zahlungsziel. Ebenso vorteilhaft ist die Tatsache, dass die Ware deutlich vor der Fälligkeit der Rechnung eintrifft und ausgiebig begutachtet sowie anprobiert werden kann. Bei Nichtgefallen nimmt der Verbraucher eine Rücksendung vor und muss nicht auf die zuverlässige Abwicklung einer Rückerstattung warten, da die Rechnung noch nicht bezahlt wurde. Auch lange Wartezeiten, die bei Bestellungen in Vorkasse entstehen können, entfallen beim Rechnungskauf immer. Denn der Händler versendet nach Bestellungseingang und nicht nach der Gutschrift der Kaufsumme auf seinem Konto. Flexibilität und Sicherheit bei Onlinekäufen sind Gründe, warum ein Großteil der Verbraucher die Rechnung als beste Zahlungsmethode ansehen.

Die Nachteile von Rechnungskäufen

Wo es Vorteile gibt, lassen die Nachteile nicht lange auf sich warten. Vergisst man das Zahlungsziel und überweist die Rechnung zu spät, sind kostspielige Mahnungen und Meldungen bei der Schufa ein wirkliches Problem. Es kann schnell passieren, dass eine Rechnung ad acta gelegt wird und erst wieder auf die Agenda gelangt, wenn die Mahnung vom Versandhändler im Postkasten liegt. Weniger im Fokus, aber ein großer Nachteil ist das Auskunftsersuchen des Shops bei der Schufa. Ehe dem Kauf auf Rechnung zustimmt wird, nehmen Händler oder Zahlungsdienstleister eine Bonitätsabfrage vor. Diese senkt die Ratingstufe und kann dazu führen, dass ein Verbraucher ohne Schulden und mit hohem Einkommen als kreditunwürdig eingestuft wird. Wer auf das Onlinebanking verzichtet, muss zur Begleichung seiner Rechnung zur Bank gehen und eine kostenpflichtige Überweisung einreichen.

Sicherheit vs. Kreditwürdigkeit: Eine Abwägung lohnt sich!

Bestellungen auf Rechnung sind nicht prinzipiell schlecht. Die Vorteile überwiegen, vor allem wenn es um den ersten Einkauf in einem noch neuen oder dem Verbraucher unbekannten Shop im Web geht. Auch bei hochpreisigen Anschaffungen wie Möbeln oder Technik kann sich der Kauf auf Rechnung lohnen. Wenn der Onlineshop dies nicht anbietet, dann gibt es als Alternative immer noch den Sofortkredit von Kredu, der speziell fürs Online-Shopping angeboten wird. Verbraucherkredite mit kleineren Beträgen sind auch ohne Schufa-Eintrag erhältlich und beeinflussen bei rechtzeitiger Rückzahlung die eigene Bonität im Gegensatz zum Rechnungskauf nicht. Alternativ ist PayPal eine Empfehlung und gibt Käuferschutz, ohne dass die Zahlungsmethode eine Abfrage des Schufa-Scores erfordert.

Fazit: Rechnungen auf ein Minimum begrenzen und alternative Zahlungsmethoden nutzen

Bei jedem Kauf im Internet lohnt es sich, die Zahlungsmethode mit Bedacht zu wählen. Größere Anschaffungen können zum Beispiel alternativ zur Rechnung über einen günstigen Kredit abgewickelt werden. In ihnen unbekannten Shops sollten Verbraucher den Rechnungskauf bevorzugen und sich so vor dem Risiko unseriöser Händler schützen. Ein begrenztes Volumen von Rechnungskäufen zahlt sich perspektivisch aus.

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Erstellt:
7. Februar 2020, 08:53 Uhr
Aktualisiert:
7. Februar 2020, 08:53 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Februar 2020, 08:53 Uhr

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