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Was tun bei Gewittern?
Wenn‘s blitzt

Was tun bei Gewittern?

Egal ob Kirchprozession, Vatertagstour oder Familienpicknick im Grünen – vieles vermasselt ein kräftiges Gewitter. Wie verhält man sich aber, wenn‘s passiert? Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst gibt Auskunft.

16.05.2018

Bei Gewittern werden in Cumulonimbus-Wolken durch starke vertikale Luftbewegungen große Mengen von Wassertröpfchen und Eiskristallen in beträchtliche Höhen (zum Teil bis über 10 Kilometer) befördert. Dabei entstehen durch Ladungstrennung elektrische Spannungen von bis zu 1.000.000.000 Volt. Diese Spannungen entladen sich innerhalb der Wolken zwischen unterschiedlich geladenen Wolkenbereichen als „Wolkenblitze“ mit Gesamtlängen von bis zu 100 Kilometern, oder als „Erdblitze“ zwischen Wolke und Erdoberfläche, dabei bevorzugt in Richtung exponierter und aufragender Gegenstände.

Die Blitzentladung erfolgt in ruckartigen Schüben durch „Stoßionisation“ längs eines Blitzkanals, es sind mehrere (bis etwa 40) Entladungen im selben Blitzkanal möglich. Die elektrische Stromstärke eines Blitzes kann 200.000 Ampere erreichen, jedoch sind die Zeitspannen der Hauptentladung mit 1 Mikrosekunde bis 1 Millisekunde so gering, dass die mittlere elektrische Ladungsmenge nur etwa 20 Amperesekunden beträgt. Dementsprechend klein ist auch der Energieinhalt von Blitzen. Die Anzahl der Gewitter auf der Erde schätzt man auf rund 2000 pro Stunde (mit etwa 100 Blitzen pro Sekunde), die meisten davon in den Tropen. In Deutschland ist im langjährigen Mittel der Juli der gewitterreichste Monat mit einer relativen Häufigkeit von über 40 Prozent.

Wie kann man sich nun vor Blitzen schützen? Generell sollte man sich dem elektromagnetischen Feld eines Gewitters entziehen. Dies ist jedoch nicht immer möglich. In Kraftfahrzeugen und Gebäuden mit ordnungsgemäßen Blitzschutzanlagen besteht normalerweise keine Gefahr („Faradayscher Käfig“), dennoch sollte man im Zweifelsfalle auf Festnetztelefonate, Wannenbäder und Duschen verzichten. Beim Baden sollte man das Gewässer sofort verlassen.

Wird man etwa beim Wandern auf freiem Felde überrascht, sollte man hoch aufragende Gegenstände meiden und sich, am besten in der nächstgelegenen Senke, mit eng aneinander gesetzten Füßen hinhocken („Häschen in der Grube“). Befindet man sich mitten im Walde unter hohen Bäumen, sucht man einen dichten und flachen Baumbestand auf und geht ebenfalls in die Hocke.fk

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16.05.2018, 01:00 Uhr
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