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Wenn das eigene Boot der größte Traum wird - was ist dabei zu beachten?

03.12.2018

Es gibt in Deutschland Gebiete, die für Wasserliebhaber einfach ein Traum sind. So sind auf der Mecklenburgischen Seenplatte immer wieder neue Dinge zu entdecken, an den Ostseehäfen geht es ein Stück weit, an den Nordseehäfen weit hinaus. Doch auch im Land selbst liegt der Traum vom eigenen Boot nicht allzu weit entfernt, denn auf den Seen und Flüssen rund um Tübingen macht der Wassersport ebenfalls Spaß. Zudem ist es nicht so, als sei ein Boot unbedingt ortsgebunden. Mit dem richtigen Equipment kann es schließlich auch mit in den Urlaub genommen werden. Doch was ist bei der Anschaffung zu beachten und welche Voraussetzungen gelten? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Ein eigens Boot kann etwas Wunderbares sein - jedoch ist dieses Hobby durch kostspielig. Bild: @ Engin_Akyurt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Ein gutes Boot finden

Bei der Frage, was ein gutes Boot ausmacht, scheiden sich natürlich die Geister. Hier kommt es deutlich auf die eigenen Wünsche und Vorstellungen - und die finanziellen Möglichkeiten - an. Nur wenige können sich mühelos eine Luxusyacht leisten, deren Kosten mindestens mit denen eines Einfamilienhauses zu vergleichen sind. Bootsliebhaber sollten daher überlegen:

-Nutzung - was soll mit dem Boot unternommen werden? Dient es eher dazu, auf den Seen Tübingens zu segeln oder über kleinere Flüsse zu fahren? Oder herrscht der Gedanke vor, das Boot auch mit in den Urlaub zu nehmen und einmal vor den Küsten Spaniens oder Italiens zu fahren?

-Ausstattung - sie hängt von der Nutzung ab. Wer längere Zeit - auch ein Wochenende - auf dem Boot verbringen möchte, der braucht einen guten und sicheren Rückzugsort. Soll auch die Familie mit aufs Boot, müssen ausreichend Schlafmöglichkeiten vorhanden sein. Die meisten Boote mit Schlafmöglichkeit sind mit kleinen Küchen ausgestattet. Entsprechende Ausstattung lässt sich bei Anbietern wie wellenshop.de erstehen. Dies gilt neben der Komfortausstattung auch für die Sicherheitsausstattung und eventuelle Kleinersatzteile.

-Leistung - selbst ein Segelboot benötigt einen Motor, um bei Windflaute wieder zurückzukommen. Bootsliebhaber, die größere Strecken zurücklegen wollen oder auch mal das Meer befahren möchten, müssen auf die ausreichende Motorisierung achten. Vor allem muss ein genügender Tank vorhanden sein, um größere Strecken bei Windflaute zu überbrücken.

Grundsätzlich ist mit dem Kauf zu überlegen, wie das Boot außerhalb der Nutzung gelagert werden kann. Etliche Liegeplätze sind im Winter gesperrt, sodass der Bootsbesitzer dafür Sorge tragen muss, das Boot ordnungsgemäß zu lagern. Hierfür gibt es spezielle Anbieter, die Boote in trockene und gesicherte Lagerhallen einlagern. Das bloße Abstellen auf einem Anhänger an öffentlichen Plätzen ist weder erlaubt, noch angeraten. Wer natürlich auf seinem eigenen Grundstück einen guten Lagerplatz einrichten kann, der hat im Winter keine Probleme. Mit der Lagerung kommen weitere Faktoren:

-Anhänger - wie wird das Boot von einem Ort zum nächsten transportiert? Nicht jeder Anbieter von Winterliegeplätzen übernimmt auch den Transport. Wer mit dem Boot häufiger in den Urlaub will, der benötigt einen Bootsanhänger.

-Fahrzeug - das eigene Fahrzeug muss darauf ausgelegt sein, einen Anhänger plus Boot zu ziehen. Je nach Größe des Bootes ist schon ein großes Zugfahrzeug notwendig.

Bei der Anschaffung sollte daher auch der eventuelle Kauf eines Zugfahrzeugs samt Anhänger mit in Betracht gezogen und in die Rechnung aufgenommen werden. Achtung: Nicht jeder darf einen Anhänger ziehen. Für Bootsanhänger ist es notwendig, einen entsprechenden Anhängerführerschein zu machen.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

So wie der klassische Führerschein der Klasse B nicht ausreicht, um einen Bootsanhänger zu ziehen, so darf auch nicht jeder jedes Boot fahren. Hier gibt es Regelungen:

-Ohne Führerschein - für einige Boote wird kein Führerschein benötigt: Kleine Boote, deren Motor höchstens 15 PS Leistung aufweist, dürfen ohne Führerschein betrieben werden. Das Mindestalter des Fahrers beträgt 16 Jahre. Die Regelung gilt auf allen Binnengewässern und Seen, mit Ausnahme des Rheins.

-Mit Führerschein - leistungsstärkere Boote benötigen immer einen Fahrer mit Führerschein. Der Führerschein ermächtigt, jegliche Boote bis zu einer Länge von 20 Metern auf allen Binnenschifffahrtsstraßen zu führen - wiederum gilt der Rhein als Ausnahme, hier ist eine Höchstlänge von 15 Metern gängig.

-Besonderheiten - einige Gebiete fallen zwar unter die Nicht-Führerschein-Regelung, erfordern aber einen besonderen Erfahrungsnachweis. Auf der Ostsee wird der Sportsführerschein See erwartet, sowie ein Sachkundenachweis für Signalmittel. Einzelne Länder hingegen haben ihre eigenen Regelungen und verlangen zumindest den Sportsführerschein See.

Grundsätzlich sollten sich Bootsneulinge also auch mit diesen Regelungen vertraut machen.

Was kostet so ein Hobby regelmäßig?

Wie jedes Hobby gibt es auch beim Bootshobby durchaus günstige und teure Optionen. Wie teuer das Hobby tatsächlich wird, hängt mitunter vom Boot ab. Einige Kostenpunkte:

-Wartung - das Boot muss regelmäßig gewartet und auch dem TÜV vorgestellt werden. Ist es älter, fallen häufiger Reparaturen an, die die Kosten in die Höhe treiben.

-Liegeplatz - der Liegeplatz berechnet sich nicht nur nach der Lage, sondern auch nach der Bootslänge. Es gibt die Option, einen Platz zu kaufen oder zu mieten. Viele Liegeplätze werden über Vereine vergeben, was natürlich bedeutet, dass der Bootsbesitzer in den Verein eintreten und Mitgliedsgebühren zahlen muss.

-Lagerung - muss das Boot über den Winter aus dem Wasser, ist ein weiterer Lagerplatz notwendig. Auch hier richtet sich der Preis nach der Größe.

-Transport - wer den Transport selbst schultert, muss die Kosten für den Anhänger und das Fahrzeug mit einberechnen. Häufig müssen diese Fahrzeuge finanziert werden - die monatlichen Finanzierungsraten verteuern das Hobby.

-Versicherungen - das Boot muss versichert werden. Auch hier gibt es Optionen, die sich mitunter nach dem Liegeplatz richten. Befindet sich das Boot auf einem geschützten und gesicherten Liegeplatz, fallen die Kosten oft niedriger aus, als wenn das Boot sich an einem frei zugänglichen Steg befindet.

Es ist sinnvoll, die verschiedenen Optionen vor der Anschaffung des Bootes einmal durchzurechnen und gerade hinsichtlich der Lagerung und Versicherung Vergleiche anzustellen.

Eine sichere Planung ist als Bootsbesitzer wichtig. Bild: @ Free-Photos (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Fazit - teuer, aber traumhaft schön

Sicherlich sind die Kosten für ein Boot und dessen Unterhalt hoch, doch sind sie durchaus vergleichbar mit den Unterhaltskosten eines Pferdes. Was nicht bedeutet, dass sich Bootsbesitzer nicht verschiedene Angebote genauer anschauen und sie miteinander vergleichen sollten.

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Erstellt:
3. Dezember 2018, 14:51 Uhr
Aktualisiert:
3. Dezember 2018, 14:51 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Dezember 2018, 14:51 Uhr

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