Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Flauschige Gefühle

Wie fühlen sich Wolken an?

Manche sehen wunderbar flauschig aus, andere können wiederum sehr bedrohlich wirken, alle haben eines gemeinsam: Sie schweben scheinbar am Himmel. Aber wie fühlen sich die Wolken denn eigentlich an?

02.01.2019

Wolken vermitteln vielen Menschen den Eindruck, sie seien schwerelos und schweben leise über der Erde, schreibt Sebastian Schappert vom Deutschen Wetterdienst. Gerade beim Blick aus dem Flugzeug wirken sie federleicht. Und selbst große Gewitterwolken machen auf uns trotz ihres bedrohlichen Aussehens nicht den Eindruck, als seien sie tausende Tonnen schwer.

Eine Wolke besteht aus einer Ansammlung aus mikroskopisch kleinen Wassertröpfchen (im Mikrometer-Bereich), wie man das beispielsweise von Nebel kennt. Denn Nebel ist nichts anderes als eine Wolke, die auf dem Boden aufliegt. Die Wolkentröpfchen können mit der Zeit anwachsen, sodass man sie mit bloßem Auge identifizieren kann. Schließlich bilden sich Regentropfen. Diese können mehrere Millimeter groß werden.

Bis zu einer Temperatur von minus 12 Grad Celsius liegen meist ausschließlich flüssige, unterkühlte Wolkentröpfchen vor. Bei niedrigeren Temperaturen mischen sich dann auch zunehmend winzige Eiskristalle unter die Tropfen. Ab einer Temperatur von etwa -40 Grad Celsius existieren dann ausschließlich Eiskristalle in den Wolken. Aber auch diese können zu beachtlichen Schneeflocken mit einem Durchmesser von einigen Zentimetern heranwachsen. In hochreichenden Wolken, in denen starke Aufwinde vorherrschen, bilden sich sogar sehr große Tropfen oder Graupel- und Hagelkörner mit mehreren Zentimetern Durchmesser.

Also wie fühlen sich die Wolken nun an? Grundsätzlich kann man ganz einfach nachempfinden, wie sie sich anfühlen, wenn man im Nebel steht. Dann kann man winzige Tröpfchen beispielsweise auf der Windschutzscheibe des Autos beobachten oder zusehen, wie die Brille auf der eigenen Nase beschlägt. Also fühlt man dabei höchstens, wie sich die kleinen Wassertröpfchen auf der Kleidung und der Haut absetzen. Durch die Körperwärme verdunsten die Tröpfchen wieder, wodurch der Körper eine Kühlung erfährt.

Auch wenn Wolken am Himmel dabei noch so fluffig und weich aussehen: Wer oben in eine Wolke hineinspringt (hoffentlich mit Fallschirm), wird unten genauso wieder aus der Wolke rauskommen, höchstens etwas nasser. Wolken fühlen sich also überhaupt nicht flauschig an. TA

Zum Artikel

Erstellt:
2. Januar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Januar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2019, 01:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.