Vorsorge rechtzeitig planen

Woran man unbedingt denken sollte: die Patientenverfügung

Niemand macht sich gerne Gedanken darüber, was sein wird, wenn ein Unfall oder eine schwere Krankheit das eigene Leben komplett umkrempeln.

06.10.2021

Aktuell gehaltene Patientenverfügungen schaffen Gewissheit über den Willen eines Patienten. Bild: Pixelot/Fotolia

Treffen kann es aber jeden. Doch was, wenn Betroffene nicht mehr in der Lage sind, selbst eine Entscheidung über ihre medizinische Behandlung zu treffen? Für solche Fälle gilt es, rechtzeitig mit einer Patientenverfügung vorzusorgen.

„Jeder Volljährige kann darin schriftlich festlegen, ob und wie er in einer bestimmten Situation medizinisch versorgt werden möchte. Die Wünsche des Patienten sind sowohl für den behandelnden Arzt als auch für Angehörige verbindlich“, weiß Birger Mählmann, Pflegeexperte der IDEAL Versicherung. Dafür sollten die Formulierungen sehr konkret sein. Denn: Je genauer die Aussagen, desto sicherer kann sich der Patient sein, dass die Behandlung auch seinen Vorstellungen entspricht.

Mit professioneller

Unterstützung

Da das nicht einfach ist, empfiehlt es sich, für die Erstellung der Patientenverfügung professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen – beispielsweise den Hausarzt, der seine Patienten in der Regel bereits jahrelang kennt. Er hilft auch dabei, medizinische Behandlungen und deren Auswirkungen zu erläutern.

„Obwohl es im Internet zahlreiche Vorlagen für Patientenverfügungen gibt, ist hier Vorsicht geboten: Da sie nicht individuell angepasst werden können, sind sie unter Umständen unwirksam“, so Mählmann. Besser geeignet sind vorgefertigte Textbausteine, die beispielsweise die Website des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz bietet. Sie können nach den persönlichen Bedürfnissen zusammengestellt und verändert werden.

Übrigens: Eine einmal erstellte Patientenverfügung kann jederzeit geändert werden. Das ist sogar sinnvoll, da sich die Lebensumstände und der gesundheitliche Zustand im Laufe des Lebens ändern können. Wichtig ist nur, das Dokument immer mit dem aktuellen Datum und einer Unterschrift zu versehen. TA

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Erstellt:
6. Oktober 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
6. Oktober 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2021, 01:00 Uhr

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