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Opfer der Pandemie

Yvonne Wehle musste aus Peru ausreisen

Yvonne Wehle engagierte sich in Peru für die Rechte der Indigenen und den Schutz des Regenwaldes. Wegen der Corona-Pandemie musste die 22-jährige Tübingerin aus dem lateinamerikanischen Land ausreisen.

20.05.2020

Yvonne Wehle (links) engagiert sich für die Menschen im peruanischen Regenwald. Privatbild

Anfang April wurde Yvonne Wehle vom Auswärtigen Amt nach Tübingen zurückgeholt. Seither macht sie ihren Freiwilligendienst im Rahmen des Weltwärts-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Homeoffice. Dabei hilft sie den Yánesha, einer indigenen Gemeinschaft im peruanischen Amazonasgebiet, bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.

Wegen der Pandemie musste Wehle ihren für ein Jahr geplanten entwicklungspolitischen Freiwilligendienst bei der Nichtregierungsorganisation (NGO) „Atiycuy Perú“ bereits nach sieben Monaten abbrechen. „Ich würde viel lieber vor Ort mit den Menschen in Peru zusammenarbeiten, als im Homeoffice“, betont Yvonne Wehle. „Trotzdem bin ich froh, dass ich ihnen auch von Tübingen aus noch helfen kann.“

Zusammen mit „Chance e.V.,“, der deutschen Partnerorganisation von „Atiycuy Perú“, und Gemeinden in Peru arbeitet Yvonne Wehle an einem Gesundheitsprojekt, das auch durch die Corona-Krise angeregt wurde. „Durch die Pandemie wurde der Gesundheitsbereich stärker in den Fokus unserer Organisation gerückt“, erklärt die Tübingerin.

Anfang März wurde der erste Coronafall in Peru bestätigt. Seither wurden rund 50 000 Infektionen nachgewiesen. Die Bevölkerung muss Quarantäneregeln und Ausgangssperren von 18 bis 5 Uhr einhalten. Mit gravierenden Folgen für die Landwirtschaft und den Kaffeeanbau. „Die Menschen können ihrer Arbeit auf den Feldern nur eingeschränkt nachgehen“, stellt Wehle fest.

Die aktuelle Krise führt in Peru zu massiver Armut. Unterstützung bekommen die Menschen von lokalen NGOs, etwa Nothilfe mit Lebensmitteln und Hygieneprodukten. Was nach Beobachtung von Yvonne Wehle aber bei weitem nicht ausreiche. „Vor allem die Krankenhäuser in Peru brauchen dringend Hilfe.“Vivian Viacava Galaz

www.chance-international.org

https://mein-regenwald.de

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Erstellt:
20. Mai 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Mai 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Mai 2020, 01:00 Uhr

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