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Der Kommentar

Zu viel Regen unerwünscht

07.03.2018
  • Martina Fischer

Bei den Germanen begann das Jahr am 1. März. Auch im Bauernjahr macht der März den Anfang, denn jetzt beginnt man mit den Feldarbeiten; zuallererst mit dem Pflügen, das einst Schwerstarbeit war. Und so erfahren wir aus alten Ordnungen, dass die Pflüger als Sondernahrung Speck und Erbsen erhielten. Da eine frühe Feldbestellung nur bei abgetrockneten Äckern erfolgen konnte, waren zu viel Regen oder auch Schnee im März unerwünscht.

Alle Frühlingshoffnungen sind auf den März gerichtet, da dann die Sonne zu neuer Kraft gekommen ist und sich damit die Erde so gut erwärmt, dass das erste Saatgut in den Boden gebracht werden kann. Nicht zu vergessen sind bei den Frühjahrsarbeiten auch die Verrichtungen im Obstbau wie das Ausputzen, Verjüngen und Umpfropfen älterer Bäume. Man kratzt das Moos von den Bäumen ab nach einem Regen, versetzt Bäume und bearbeitet sie, ehe sie zu blühen anfangen. Jetzt können Aprikosen und Pfirsiche gepflanzt werden, falls der Boden offen ist. Bei Rosen soll das alte Holz entfernt und erfrorene Teile zurückgeschnitten werden. Ab Monatsende kann das Deckreisig weggenommen und die meisten Rosen können fachgerecht beschnitten werden. Die Düngung mit Rindermist oder Kompost kann ab sofort erfolgen, danach aber gut gießen! Spargelwälle muss man rechtzeitig erhöhen. Nistkästen müssen spätestens jetzt aufgehängt werden und wegen des Vogelschutzes darf nach dem 15. März kein Heckenschnitt mehr erfolgen.

Im März ist auch die Zeit des traditionellen Fastens, weshalb der März auch „Fastenmonat“ genannt wird. Medizinische Ratschläge für den Monat März sind zu baden und zu schröpfen. Man soll sich aber in diesem Monat vor zu viel Wassertrinken hüten, da das Märzenwasser allgemein als schädlich gilt. Im Glauben der Volksmedizin sterben zum Ausgang des Winters die meisten vom Alter gekennzeichneten und von Krankheit geplagten Menschen.

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07.03.2018, 01:00 Uhr
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