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Das Herbstwetter macht auch Autofahrern das Leben schwer
Nebel auf den Straßen macht den Autofahrern Probleme (hier beim Einsiedel). Archivbild: Metz
Nasses Laub ist wie Schmierseife

Das Herbstwetter macht auch Autofahrern das Leben schwer

Ein kritischer Punkt: schlechte Sicht. Immer wieder führt die zu Verkehrsunfällen. Aber auch Sonnenschein kann gefährlich werden. Nicht selten ist die Sonne für Unfälle mitverantwortlich, weil Verkehrsteilnehmer geblendet werden und plötzlich nichts mehr sehen.

07.11.2018

„Saubere Scheiben, korrekt eingestellte Scheinwerfer, funktionsfähige Scheibenwischer und angepasste Fahrweise. Das sind die Mittel, mit denen der Autofahrer am besten auf die Herausforderungen des Herbstwetters reagieren kann“, sagt Marco Riesenbeck, Leiter Kraftfahrt Schaden bei der HDI Versicherung. Aber auch die Sonnenbrille sollten Autofahrer nicht nur im Sommer griffbereit haben.

Nebel bedeutet für den Autofahrer in erster Linie schlechte Sicht. Besonders gefährlich sind plötzlich auftretende Nebelwände. Dann bleibt kaum Zeit, sich auf die Sichtbehinderung einzustellen. Rund 250 Unfälle mit Personenschäden, die auf Nebel zurückzuführen waren, verzeichnet das Statistische Bundesamt für 2017. Dazu kommen hier nicht erfasste Unfälle, die nur Blechschäden zur Folge hatten.

Hauptursachen für Unfälle im Nebel: zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand. „Der Fahrer sollte deshalb strikt auf ausreichenden Abstand zum Vordermann achten und öfter als sonst auf den Tacho schauen“, empfiehlt HDI-Schadenexperte Riesenbeck, „denn im Nebel haben wir den Eindruck, langsamer zu fahren als wir es wirklich tun.“ Außerdem muss bei Nebel laut Straßenverkehrsordnung auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Das Tagfahrlicht reicht nicht aus.

Zusätzlich zum Abblendlicht dürfen bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Regen oder Schneefall die Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden. Die Nebelschlussleuchte ist jedoch nur bei Nebel und ab einer Sichtweite von unter 50 Metern erlaubt. In diesem Fall darf außerdem nicht schneller als 50 km/h gefahren werden.

Auch die Sonne hat ihre Tücken, wenn sie im Herbst unvermittelt durch die Wolken bricht. Von einer Sekunde auf die andere kann die Sicht für den Autofahrer gleich Null sein. Für knapp 3000 Verkehrsunfälle mit Personenschäden führt die Statistik 2017 blendende Sonne als Unfallursache auf. „Besonders, wenn die Straße nach einem Regen nass ist, können die Sonnenstrahlen reflektiert und die Blendwirkung noch verstärkt werden“, warnt Riesenbeck.

Entscheidender für das Unfallgeschehen sind aber die Straßenverhältnisse. Mehr fast 6400 Unfälle mit Personenschäden gingen 2017 auf das Konto regenbedingter Straßenglätte. Vor allem wenn zum Regen noch Laub oder Schmutz kommen, kann es eng werden. Beim Tritt aufs Bremspedal rutscht dann der Wagen einfach weiter und es kracht. Denn zusammen mit Nässe kann herabgefallenes Laub einen rutschigen Film auf der Straße bilden, der wie Schmierseife wirkt.TA

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07.11.2018, 01:00 Uhr
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