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Tigers Tübingen verlieren deutlich in Hamburg
Schwere Niederlage

Tigers Tübingen verlieren deutlich in Hamburg

Bereits im zweiten Saisonspiel gab es für die Tigers eine saftige Schlappe bei den Hamburg Towers. Mit dem Ergebnis 103:80 im Gepäck mussten die hiesigen Basketballer die lange Heimreise antreten.

10.10.2018

Da hatte man sich nach dem Auftaktsieg gegen Hanau mehr versprochen. Aber am Ende stand in Hamburg eine deutliche Schlappe. Dabei war die Begegnung ein guter Gradmesser zur eigenen Stärke. Denn mit Hanau besiegten sie den aktuell Vorletzten, mit den Hamburgern spielten sie gegen den Tabellenführer. Eine Zahl verdeutlicht den Unterschied zwischen denen da oben und dem tristen Mittelfeld. Denn die Hamburger holten sich 40 Rebounds, die Tigers gerade mal 24.

Dabei waren die Tigers in allen Mannschaftsteilen unterlegen – und das wird sich auf lange Sicht, alleine schon wegen der Verletztenmisere, nicht ändern. Zum Beispiel fehlt Center Robert Nortmann wegen eines Ermüdungsbruchs noch mal ein paar Wochen.

Der vergangene Woche noch überragend aufspielende Reed Timmer versank dieses Mal gemeinsam mit dem Rest des Teams in einer Mischung aus Fehlern und Unsicherheit. So gab es beim ihm drei Ballverluste, bei Tyler Laser sogar sechs – und das mit Null Ballgewinnen.

Unsäglich war das Benehmen auf dem Platz, die Disziplin. Wenn man dem Schiedsrichter trotz eines eben erst ergangenen Technischen Fouls über den halben Platz hinterherläuft, darf man sich nicht wundern, wenn es ein zweites Foul und damit die Disqualifikation gibt. Wie es Tyler Larsen passierte, einem bereits 30-jährigen Profi.

Weitere Probleme hatten die Tübinger mit der Treffsicherheit. Mit einer Trefferquote von 25 Prozent von der Dreierlinie kann Trainer Aleksandar Nadjfeji nicht zufrieden sein (gegen Hanau noch 62 Prozent). Klar, dass da auch Pech dazu kam. Die aggressive Verteidigung der Hamburger tat ein Übriges. Kein Wunder, dass deren Trainer Mike Taylor nach dem Match hochzufrieden war mit seinen Jungs: „Der Ball ist gut gelaufen, in der Verteidigung waren wir aggressiv und im Angriff haben wir sehr gut abgeschlossen.“

Einer der Tigers konnte ein gutes persönliches Gefühl für sich verbuchen. Denn Nemanja Nadjfeji kam nicht nur zum Profi-Debüt, sondern er erzielte auch gleich seinen ersten Korb. Der nächste Gegner Nürnberg ist schwer einzuschätzen, die Franken hatten erst ein Spiel, das sie gegen Schalke 04 gewannen. Werner Bauknecht

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10.10.2018, 01:00 Uhr
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