Corona-Stresskiller Fahrrad

Deutsche radeln viel und das hält gesund, macht schlau und glücklich

42 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 70 Jahren gaben vor der Corona-Krise in einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH an, in der Freizeit viel Fahrrad zu fahren – die Mehrheit davon nahezu täglich (69 Prozent).

21.10.2020

Radfahren kann nicht nur Abstand zu Viren schaffen, sondern hält auch sonst fit. Archivbild: Ulrich Metz

Inzwischen dürften es noch mehr sein. Denn nach dem Lockdown setzte ein wahrer Fahrradboom ein. Laut Zweirad-Industrie-Verband wurden etwa 3,2 Millionen Fahrräder und E-Bikes allein im ersten Halbjahr 2020 verkauft und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mehr als jedes dritte in diesem Jahr verkaufte Fahrrad ist mit einem Elektromotor ausgestattet. Die Pandemie hat den Trend zum Radfahren beschleunigt. Etliche satteln auf das Fahrrad um, da sie wegen des Infektionsrisikos öffentliche Verkehrsmittel meiden, andere entdecken die Freude am Radeln wegen eingeschränkter Reisemöglichkeiten.

KKH-Sportexperte Ralf Haag freut sich über diese Entwicklung, denn: „Radfahren ist eine Wunderwaffe für unsere Gesundheit. Wer regelmäßig in die Pedale tritt, trainiert Ausdauer, Kraft und Koordination.“ Drei Mal pro Woche eine halbe Stunde Bewegung reichten aus, um Herz und Kreislauf, Lunge, Muskulatur, Knochen und das Immunsystem zu stärken und obendrein das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder für Fettleibigkeit zu reduzieren.

Mit Radfahren lässt sich Gewicht reduzieren, da es den Fettstoffwechsel ankurbelt und hilft, Kalorien zu verbrennen. Auch die Gelenke werden geschont, lastet das Körpergewicht doch auf dem Rad. Was Radfahren noch kann? „Es macht schlau“, erklärt Haag, „denn beim Radeln wird unser Gehirn mit Sauerstoff versorgt und besser durchblutet. Das fördert die Konzentration und Denkfähigkeit.“

Steigende Anforderungen in Beruf, Schule oder Studium, privater Termindruck, Großstadthektik – all das stresst den Menschen in unserer Leistungsgesellschaft Tag für Tag. Damit das nicht der Gesundheit schadet, zu Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Burnout führt, ist regelmäßiger Stressabbau entscheidend. Radfahren an der frischen Luft ist ideal, um zu innerer Ruhe zu finden – allein durch die gleichmäßige Bewegung. TA

Zum Artikel

Erstellt:
21. Oktober 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Oktober 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2020, 01:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.