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Das tut wirklich weh

Die Landesligisten fahren Niederlagen ein

Das war für drei der vier lokalen Landesligisten ein niederschmetterndes Wochenende. Nur der SV 03 konnte drei Punkte einheimsen.

09.10.2019

Mühlheims Kapitän Philipp Wolf (links) gegen Daniel Wiedmaier (FR Rottenburg). Bild: Ulmer

Der SV 03 rettete die lokale Ehre. Dabei musste das Team die empfindliche 0:4-Niederlage vom vergangenen Wochenende ausbügeln. Das gelang zum Glück, wenn auch der Siegestreffer zum 2:1 gegen den SV Seedorf erst in der allerletzten Minute fiel. Mouhamed Arfaoui netzte ein, nachdem er bereits den Führungstreffer erzielt hatte. Alles in allem war der Auswärtssieg verdient, die Tübinger hatten mehr und die besseren Chancen. Doch die meisten wurden mehr oder weniger knapp versiebt. Da kam der Siegtreffer genau zur richtigen Zeit, auch um für kommende Spiele das Selbstvertrauen zu stärken.

Mit dem Selbstvertrauen dürften die Spieler und Verantwortlichen des SSC Tübingen sich gegenwärtig schwer tun. Denn allzu deutlich sind die Niederlagen, die derzeit auf den SSC niederprasseln. In neun Spielen sammelten die Nordstädter bereits 34 Gegentore, mehr als jedes andere Team der Liga. Das bedeutet außerdem, dass sie mit dieser Quote den letzten Tabellenplatz belegen. Beim 2:5 gegen den großen Favoriten aus Holzhausen schoss alleine Top-Torjäger Janik Michel vier Tore. Dabei stand es zur Pause noch 0:0, ehe Michel einen Hattrick platzierte. Doch der SSC wehrte sich: Er kam auf 2:3 heran. Wenn man bedenkt, dass die Spieler vor Wochenfrist noch 0:9 in Zimmern verloren, dann sieht man, dass hier eine andere Mannschaft auf dem Platz stand. Eine, die sich wehrte und nicht aufgibt. Doch leider haben sie keinen Michel. Denn dieses Toremonster legte noch mal nach zum 4:2, ehe der andere Torjäger des Teams, Pascal Schoch, zum Endstand traf.

Zwar hatten die Holzhausener nach der Führung noch jede Menge guter Chancen, doch in der ersten Hälfte stand die Viererkette des SSC ganz ausgezeichnet. Sie hatten sogar zwischendurch die Chance zur Führung. „Dann hätte es vielleicht anders ausgesehen“, meinte SSC-Trainer Jonathan Annel nach dem Spiel.

Mit dem Ergebnis hadern konnte auch der Rottenburger Trainer Frank Eberle nach der 0:4-Niederlage gegen den Vfl Mühlheim. Dabei hatten die Rottenburger gehofft, sich mit einem Dreier aus dem Keller zu schießen. Mühlheim war schließlich ein Team, das selbst aufpassen muss, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Ab der 28. Minute führten die Gäste allerdings mit 2:0, sie ließen den Rottenburgern auch nicht viel durchgehen. Nach der Pause kam die große Chance der Gastgeber, aber Leon Oeschger verschoss einen Strafstoß über die Kiste hinaus. Dennoch: Auch danach drückten die Rottenburger, wollten den Anschlusstreffer. Die Gegner warteten ab, und setzten in der 56. Minute den entscheidenden Stich: Sie schossen das 3:0 und damit war das Spiel gelaufen.

Trainer Eberle war sauer. „Die erste Hälfte war total körperlos von uns“, sagte er. „Wir hatten Spieler dabei, die keinen einzigen Zweikampf geführt haben.“ Mit der zweiten Hälfte indes war er zufrieden. Vor allem, als sie aus der Pause zurückkamen stand ein anderes Team auf dem Platz. Auch der Trainer der Mühlheimer, Maik Schutzbach, fand die Niederlage zu hoch, den Sieg für sein Team aber verdient.

Für den FC stehen jetzt zwei richtungsweisende Lokalderbys vor der Tür: Gegen den SV 03 Tübingen und gegen den SV Nehren. „Da gibt es dann keine Ausreden mehr“, so der Coach.

Ausreden suchte der SV Nehren hingegen keine. Obwohl es bei der 1:2 Niederlage in Nagold solche gegeben hätte, Denn immerhin fehlten ihnen etliche Feldspieler, sie konnten die Ersatzbank nur mit zwei Feldspielern besetzen. Und dann ging es zum Top-Favoriten Nagold.

Die Niederlage war knapp. Ein Unentschieden schien möglich, wenn man die Chancen in der zweiten Halbzeit sieht. Zur Pause stand es noch 0:0. Nach einem Fehler gingen die Nagolder erst in der 55. Minute in Führung, ehe sie in der 72. Minute erhöhten. Nach dem Anschlusstreffer durch Benjamin Plangger (88.) gab es noch vergebene Chancen auf den Ausgleich.Werner Bauknecht

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Erstellt:
9. Oktober 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Oktober 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2019, 01:00 Uhr

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