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Der Kommentar

Die Zukunft im Wald

05.02.2020

Von Angelika Brieschke

Beeindruckend war es, was die Hochschule für Forstwirtschaft da Ende Januar bei ihrem Symposium „Aktuelle Herausforderungen in der Wald-, Forst- und Holzwirtschaft“ einem zahlreichen Publikum in Rottenburg zeigte (siehe Seite 3).

Dabei ging es eben nicht nur um das, was einem fast reflexartig beim Thema Forst einfällt: die Holzernte, die Jagd und der Erholungswert des Waldes für alle.

Die Hochschule zeigte sich als eine Institution, die sich mitten im aktuellsten Thema unserer Zeit befindet: dem Klima- und Umweltschutz. Wald und Holz haben als Klimaretter eine unglaubliche Karriere hingelegt und das Profil der Rottenburger Hochschule hat da einiges zu bieten. Deren Studiengänge heißen nicht nur Forst- und Holzwirtschaft, sondern auch „Erneuerbare Energien“, „Ressourcenmanagement Wasser“ oder „Nachhaltiges Regionalmanagement“ und „Ressourceneffizientes Bauen“.

Kein Zweifel: Die Hochschule für Forstwirtschaft ist längst ihrer verstaubten Vorgängerinstitution entwachsen, der staatlichen Forst-Fachhochschule, die Beamtenanwärter (und wenige -anwärterinnen) für den verwaltungsinternen Forst-Eigenbedarf ausgebildet hat. 2002 stand die Fachhochschule sogar schon kurz vor der Schließung, weil die (ab 1995 nicht mehr nur für die Forstverwaltung ausbildende) Institution nur noch knapp 400 Studierende hatte und nur einen Studiengang.

Das hat sich gründlich geändert: Inzwischen ist die Studierendenzahl auf 1100 angewachsen und die Anzahl der Studiengänge auf acht mit über 30 Professuren. Und: Die Hochschule sieht sich nicht nur als Ausbildungsstätte für Berufe im Bereich Holz und Wald, Energie und Ressourcen, sondern auch als Forschungseinrichtung. So gibt es dort zur Zeit 33 verschiedene Forschungsprojekte und die eingeworbenen Forschungsgelder betrugen im vergangenen Jahr über 2 Millionen Euro – ein Rekord.

Ein Rekord, der vielleicht dazu beiträgt, dass im beschaulichen Schadenweiler Hof am Rammertrand die ein oder andere großartige Lösung für die drängenden Klima- und Energie-Probleme unserer Zeit gefunden wird.

Umso kurioser ist es, dass die Forst-Hochschule im noch nicht mal ein Jahr alten Imagefilm der Rottenburger WTG, dem städtischen Eigenbetrieb für Wirtschaft, Tourismus und Gastronomie, mit keinem Satz erwähnt wird. Nicht mal in einem Nebensatz. Angelika Brieschke

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Erstellt:
5. Februar 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Februar 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Februar 2020, 01:00 Uhr

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