Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kelten, Römer, Grafen, Mönche

Hinaus ins Grüne: Rundwanderung von Pfrondorf zum Schloss Einsiedel

Diese kleine aber feine Rundwanderung führt durch urwaldähnlich anmutende Teile des Schönbuchs nach Einsiedel.

21.08.2019

Das Haus Württemberg hat auf Schloss Einsiedel seine Spuren hinterlassen. Bilder: Arndt Spieth

Als Wanderer überqueren wir dabei lauschige Klingen mit moosbewachsenen Buchen und mächtigen Eichen. Wir folgen murmelnden Bächen und erreichen über einen Geschichtslehrpfad das Schloss Einsiedel inmitten seiner fast kreisrunden Lichtung, die aus riesigen Feldern besteht. Einsiedel und die umliegende Hochfläche sind eine uralte Kulturlandschaft. Kelten, Römer und zuletzt das Haus Württemberg hinterließen hier einige Spuren. Für alle, die nicht so ausgiebig wandern möchten, gibt eine kürzere Variante der Route.

Dem „blauen Balken“ nach

Start- und Zielpunkt ist das Rathaus im Tübinger Stadtteil Pfrondorf mit der gleichnamigen Bushaltestelle. Wir spazieren um das Rathaus herum in östlicher Richtung und folgen der Straße Im Bronnen bergab bis in die Albstraße. Dort halten wir uns links. Ab hier gibt es an vielen Stellen herrliche Ausblicke auf das Neckartal und die Reutlinger Alb. Am Ende der Straße folgen wir der Unteren Höhbergstraße nach rechts. Die Straße macht an der Sportgaststätte einen Linksschwenk und wir erreichen die Kirchentellinsfurter Straße. Wir queren sie und wandern auf der anderen Seite in gleicher Richtung weiter in Richtung Schützenhaus.

Zudem folgen wir nun für längere Zeit dem Wanderzeichen mit dem blauen Balken. Bald sind wir im erfrischenden Wald und nach Querung des Tiefenbachs geht es wieder bergauf und wir halten uns an der nächsten Kreuzung rechts. Nach 300 Metern stoßen wir auf einen größeren Waldweg, in den wir wiederum rechts einbiegen. An der nächsten Wegkreuzung folgen wir dem Viehhausklingenweg und weiter dem Wanderzeichen „blauer Balken“ nach links. An der folgenden Waldgabelung halten wir uns kurz links und bald wieder rechts, wobei wir weiter dem blauen Balken folgen.

Wahl der Weg-Variante

Nach Querung der Bodenseewasserversorgung erreichen wir das große Pumpspeicherbecken, das zum 1926 errichteten Wasserkraftwerk Kirchentellinsfurt gehört. Es liegt erhöht, so dass wir die Wasseroberfläche nicht einsehen können. Es geht nun entlang des eingezäunten Beckens weiter, bis der Weg mit dem blauen Balken nach links abbiegt.

Wer sich für die kürzere Variante entschieden hat, folgt dem Wanderzeichen zum Schloss Einsiedel. Die anderen wandern kurz am Waldrand entlang weiter bis wir direkt auf den Wald zulaufen. Ein paar Schritte im Wald folgen wir dem schmalen Waldpfad nach links, der nun eine Weile parallel zum Waldrand verläuft. Wir passieren eine Infotafel zum Thema „Lebendiger Wald“ und folgen für kurze Zeit einem Bächlein. An der nächsten T-Kreuzung halten wir uns erst rechts, vorbei an einer weiteren Infotafel, und spazieren dann auf dem nächsten Waldweg nach links. Nun geht es für eine Weile in dieselbe Richtung, wobei der Waldweg bald mit Gras bewachsen ist. Wir biegen für längere Zeit nicht nach links und folgen dem grünen Pfeil an einer Eiche mit den Nummern 6 und 7, die zu zwei Jägerständen weisen.

Blick auf den Schlierbach

Weiter unten queren wir den kleinen Schlierbach. Hier ist der Untergrund leicht sumpfig und der Weg etwas eingewachsen. Bald steigt unser schmaler Pfad wieder an und man fühlt sich fast wie im Urwald. Rechts unten mäandert der Schlierbach, bevor er in einer Klinge Richtung Neckartal verschwindet. Bald erreichen wir den geschotterten Altenburger Weg, den wir nach rechts wandern. An der nächsten Kreuzung gelangen wir auf den „Geschichtlichen Lehrpfad Einsiedel“ mit interessanten Infotafeln zur früheren Waldbewirtschaftung, den vielen Brunnen und Quellen und dem hier noch sichtbaren Grabhügel der Kelten.

Wir folgen diesem Weg (Schlierbachsteige) für einige Zeit links hoch, bis wir zur Kreuzung mit dem Jakobsweg bzw. HW3 kommen. Hier biegen wir nach links und kommen über die große Lichtung mit herrlichen Ausblicken auf die Schwäbische Alb zum Schloss Einsiedel.

Auf dem Rückweg

Wir verlassen nun wieder Einsiedel, wandern über den gepflasterten ehemaligen Gestütshof nach Westen und folgen kurz der Straße in Richtung Kirchentellinsfurt. Diese schwenkt bald nach links, und wir wandern auf der geschotterten ehemaligen Pfrondorfer Allee geradeaus in Richtung eines Sendemastens weiter. Im Wald biegt unser Weg rechts hinunter. Nach rund 600 Metern gelangen wir an eine Kreuzung und wir folgen dem schmalen Wanderpfad auf der gegenüberliegenden Seite (etwas links versetzt) hinunter ins Tiefenbachtal. Nach Querung der verwunschenen Bachklinge geht es auf der anderen Seite wieder hoch.

Bald spazieren wir über die Pfrondorfer Wiesen und nach der nächsten Wegkreuzung folgen wir den etwas links versetzten alten Steintreppen hoch in den Einsiedler Weg bis in den Ort. In der Blaihofstraße halten wir uns links und spazieren dann auf der Hauptstraße nach rechts zurück zum Ausganspunkt. Arndt Spieth

:

Tourenlänge: 10 / 6,8 Kilometer Gehzeit: 2,5 / 1,5 Stunden

Höhenunterschied:

170 Meter / 99 Meter

ÖPNV: Bus 7 und 826 „Pfrondorf Rathaus“

Einkehrmöglichkeiten: Schloss Einsiedel (sonntags), Sportgaststätte Zum Trollinger, Bäckereicafé Padeffke (Bei der Kirche 1), Café Ginger und Fred (charmantes Café, Im Hofstütle 1 im Pfrondorfer Gewerbegebiet), Zum Albblick (Vereinsheim Kleintierzüchter, Steinbruchstraße 15).

Zwei schöne Wanderrouten führen von Pfrondorf nach Einsiedel und zurück.

Zum Artikel

Erstellt:
21. August 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
21. August 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. August 2019, 01:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.