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Im Pauline-Krone-Heim hat sich der Rotavirus verbreitet
Im Tübinger Pauline-Krone-Heim wird derzeit besonders auf Hygiene geachtet. Bild: Zibulla
Das Café bleibt zu

Im Pauline-Krone-Heim hat sich der Rotavirus verbreitet

Auch für diese Woche sind alle Veranstaltungen im Pauline-Krone-Heim abgesagt, das Café bleibt noch bis zum 3. Februar geschlossen. Denn in der Einrichtung der Altenhilfe Tübingen haben sich zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Rotavirus infiziert.

31.01.2018

Tübingen. Gummihandschuhe und Mundschutz gehören derzeit zur Arbeitskleidung des Personals, manchen Besuchern wird davon abgeraten, die Zimmer ihrer Angehörigen zu betreten, ein Aushang an der Eingangstüre fordert zur Desinfektion der Hände auf. Die zahlreichen Magen-Darmerkrankungen im Tübinger Pauline-Krone-Heim haben Bewohner, Besucher und das Personal in den vergangenen Wochen verunsichert. „Wir haben zunächst vermutet, dass wir den Norovirus im Haus haben“, erklärt Isabell Kämmerle, stellvertretende Geschäftsführerin der Altenhilfe Tübingen. Vor wenigen Tagen kam dann der Befund vom Tübinger Gesundheitsamt: Rotaviren sind für die Krankheitssymptome - Erbrechen und Durchfall - verantwortlich.

„Seit dem 7. Januar haben sich im Pauline-Krone-Heim insgesamt 30 Bewohner und acht Mitarbeiter mit dem Rotavirus infiziert“, erklärt Thomas Hierl. „Mittlerweile ist die Infektion am Abklingen“, stellt der Sachgebietsleiter Infektionsschutz im Tübinger Gesundheitsamt fest. „Aktuell sind noch ein Bewohner und zwei Mitarbeiter betroffen“, so Kämmerle.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen des Gesundheitsamtes sind keine weiteren Pflegeheime im Kreis Tübingen von Rotaviren befallen. Neben Senioren ab 79 Jahren infizieren sich laut Hierl hauptsächlich Kinder unter fünf Jahren mit dem Virus, der über kleinste Spuren von Stuhlresten übertragen wird. Weshalb es Isabell Kämmerle für möglich hält, dass der Erreger über Kontakte mit Kindern in das Pauline-Krone-Heim eingeschleppt wurde.

Auch wer selbst nicht unter den Beschwerden dieser Krankheit leidet, die zwischen zwei und sechs Tagen anhalten, kann sich infiziert haben und den Erreger weitergeben. Weshalb nicht nur das Gesundheitsamt zur Vorsicht rät. „Wer nicht ganz gesund ist, sollte einen Besuch in unserem Heim verschieben, Kinder sollten es derzeit überhaupt nicht betreten“, betont Kämmerle.Stefan Zibulla

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31.01.2018, 01:00 Uhr
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