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Michael Leibfarth auf dem Sprung nach oben
Aufstiegsaspirant

Michael Leibfarth auf dem Sprung nach oben

Etwas außergewöhnlich ist das schon, dass ein gerade mal 21-Jähriger bereits auf dem Sprung in die Bundesliga ist – als Trainer.

27.12.2017

Dabei kann der junge Mann aus Kusterdingen bereits auf einige namhafte Trainerstationen verweisen. Da ist zum einen der regional naheliegende SSV Reutlingen, bei dem Michael Leibfarth schon Jugendmannschaften trainiert hat. Vor allem aber ist es der VfB Stuttgart, eine Traineradresse, die aufhorchen lässt.

Jetzt also die Stuttgarter Kickers, deren U 19-Team er, bislang als Interimstrainer, unter seiner Fittiche hat. Von den Roten also zu den Blauen. Und das auch noch höchst erfolgreich. Denn er steht mit seinem Team in der Oberliga auf dem Platz an der Sonne: Tabellenführer.

Zu dem Posten kam er allerdings höchst überraschend. Denn sein Vorgänger, Francisco Vaz, wurde mehr oder weniger über Nacht zum Cheftrainer der Aktivenmannschaft berufen. Was lag von Vereinsseite aus näher, als den bisherigen Co-Trainer Leibfarth zu fragen, ob er nicht, zumindest mal übergangsweise, den vakanten Posten übernehmen will? Der wollte und das höchst erfolgreich. Denn das Team hat bislang noch kein einziges Spiel verloren. Und das mit fünf Gegentoren in 13 Spielen. Eine Erfolgsgeschichte, keine Frage.

Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stehe, so der Neu-Chef-Coach, die Heranführung der Talente an die 1. Mannschaft. Denn da die Kickers keine 2. Mannschaft unter ihrem Aktiventeam mehr haben, müssen die A-Junioren den Übergang direkt von der Jugend in den Aktivenbereich schaffen. Oder, auch das ist klar, sie werden aussortiert und können den Verein verlassen.

Leibfahrts Aufwand ist riesig. Er rechnet, dass er mehrmals pro Woche alleine für eine Trainingseinheit vier bis fünf Stunden Zeitaufwand hat. Immerhin: Er muss von zu Hause jedes Mal nach Stuttgart fahren und zurück. Und dann ist da auch noch sein Studium in Hohenheim. Aber er denke, meint er, ohnehin den ganzen Tag an Fußball. Werner Bauknecht

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27.12.2017, 01:00 Uhr
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