Produkte online verkaufen – wie Sie geeignete Waren finden

25.08.2020

Bild: Pixabay.com / kreatikar

Der Begriff Internetmarketing dürfte den meisten von uns zumindest grob etwas sagen. Schließlich hat sich diese Form des Marketings im Zuge der voranschreitenden technologischen Entwicklung etabliert. Auch viele Gründer in Wiesbaden und anderen Teilen Hessens (z. B. Frankfurt am Main) haben sich in diesem Bereich etwas aufgebaut. Generell zieht es immer mehr Tech-Start-ups in die Region. Unter anderem der E-Commerce erfreut sich dabei einer hohen Popularität. Der E-Commerce im Jahr 2020 ist jedoch keineswegs mit dem Online-Handel vor fünf oder gar zehn Jahren vergleichbar. Heutzutage ist es um einiges schwieriger, in dem Bereich Erfolg zu haben. Nichtsdestotrotz lässt sich nicht bestreiten, dass der E-Commerce ein großes Potential birgt. Dazu gehört aber auch, dass Sie wissen, was für Produkte Sie in Ihrem Shop anbieten. Dieser Faktor wird gerne unterschätzt, spielt jedoch eine entscheidende Rolle. Werfen wir also einen Blick darauf, wie Sie passende Waren finden können.

Preis der Produkte immer einbeziehen
Der Preis Ihrer Waren ist einer der wichtigsten Faktoren. Daher sollten Sie diesen Aspekt bereits bei der Auswahl der Produkte einbeziehen. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise, dass Sie den Verkaufspreis der Waren ermitteln. Dabei ist es wichtig, wirklich alle Kosten einzubeziehen, denn es kommt noch einiges auf den Einkaufspreis drauf. Darunter Steuern, Werbekosten und Zölle. Einige der Kosten lassen sich nicht vermeiden. Selbst dann nicht, wenn Sie sich für ein verhältnismäßig kostengünstiges Geschäftsmodell wie beispielsweise Dropshipping entscheiden. Gewisse Investitionen sind im Bereich des E-Commerce immer erforderlich und das wirkt sich auch auf den Verkaufspreis aus.

Allerdings geht es hierbei nicht nur um die Marge, die Sie durch den Verkauf eines Produkts erzielen. Auch der Verkaufspreis selbst spielt durchaus eine Rolle und sollte weder zu hoch, noch zu niedrig sein. Falls der Produktpreis zu niedrig ist, müssen Sie selbst bei einer verhältnismäßig guten Marge viele Einheiten verkaufen, um abzüglich aller Kosten immer noch einen hohen Gewinn zu haben. Sollte der Verkaufspreis zu hoch sein, steigen die Ansprüche der Kunden. Im Endeffekt bedeutet das, dass weit mehr Fragen zu Produkten gestellt werden. Diese sollten Sie beantworten, um vor den Kunden ein gutes Image zu bewahren. Das erfordert jedoch einen hohen zeitlichen Aufwand oder weitere Investitionen in den Ausbau des Kundensupports. Die Ermittlung eines guten Verkaufspreises ist daher unumgänglich. Wie der optimale Verkaufspreis ist, lässt sich pauschal jedoch nicht sagen. Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Produkte mit einem Verkaufspreis um die 100 Euro sind jedoch immer eine Option. Hier sind ordentliche Margen möglich und Kunden dürften seltener Fragen haben. Vorausgesetzt natürlich, dass es sich nicht um ein sehr spezielles Produkt handelt, das gewissermaßen eine Nachfrage erfordert.

Nicht jede Zielgruppe ist aus ökonomischer Sicht gleichwertig
Theoretisch können Sie mit fasten allen Zielgruppen Geld verdienen. Doch es ist nun einmal so, dass bestimmte Zielgruppen für E-Commerce-Unternehmer attraktiver sind. Grundsätzlich sind sowohl Teenager als auch Senioren eine eher unattraktive Zielgruppe. Teenager haben oft nicht die finanziellen Mittel oder schlicht und einfach keine Kreditkarte, um unkompliziert online einzukaufen. Senioren hingegen haben oft eine Hemmschwelle, wenn es darum geht, private Daten im Internet einzugeben. Manchmal wissen sie aber auch schlicht und einfach gar nicht, wie sie online einkaufen können. Die ideale Zielgruppe für Produkte sind daher Erwachsene jungen und mittleren Alters.

Produkte sollten eine Nische bedienen
Der E-Commerce ist ohne Frage ein attraktives Geschäftsmodell. Allerdings sollte erwähnt werden, dass das Ganze gerne besser dargestellt wird, als es in der Realität ist. Vor allem die Konkurrenz wird von Befürwortern des E-Commerce gerne außer Acht gelassen. Angesichts der Tatsache, dass es beispielsweise darum geht, den eigenen Online-Kurs zu verkaufen, ist das nicht verwunderlich. Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass die Konkurrenz im Bereich des E-Commerce inzwischen sehr stark ist. Einfach auf gut Glück einen Shop im Internet aufzuziehen und damit Erfolg zu haben, ist mittlerweile weit schwerer, als es zu den Anfangszeiten des Internetmarketings der Fall war. Sie sollten daher möglichst nur Produkte aussuchen, die eine Nische bedienen. Prinzipiell ist es dabei auch denkbar, dass der komplette Shop sich auf eine einzelne Nische fokussiert. Diese sollte im besten Fall das Potential haben, nicht nur ein bestimmtes Produkt in mehreren Varianten zu vertreiben.

Wenn Sie passende Nischen suchen, können Sie sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Hilfsmittel nutzen. In jedem Fall gilt bei Produktnischen, wie bei allen anderen Nischen auch, dass das Verhältnis von Konkurrenz und Nachfrage stimmen muss. Des Weiteren sollte das jeweilige Produkt eine ordentliche Marge aufweisen beziehungsweise generell das Potential bieten, Geld zu verdienen. Trotz der starken Konkurrenz ist es weiterhin möglich, geeignete Nischen zu finden. Allerdings sollten Sie sich auf einen erheblichen Rechercheaufwand einstellen. Eine wirklich gute Nische zu finden, kann sich als Mammutaufgabe herausstellen. Doch um sich auf dem Markt behaupten zu können, bleibt Ihnen wenig anderes übrig. Irgendwelche Produkte aus allen Kategorien zu vertreiben, ist nicht zu empfehlen. Es gibt nämlich schon viel zu viele Shops, die genau dasselbe machen. Sie werden damit also kaum aus der Masse herausstechen können.

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Erstellt:
25. August 2020, 10:04 Uhr
Aktualisiert:
25. August 2020, 10:04 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. August 2020, 10:04 Uhr

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