Wirklich ohne Alkohol?

Promillefreie Alternativen zu Bier, Wein, Gin und Co.

Für Schwangere, Autofahrer oder Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen, ist Alkohol keine Option.

08.09.2021

Feiern ohne Alkohol: Manchmal ist im Saft mehr Alk enthalten als im Bier. Bild: Kzenon/shutterstock.com

Mittlerweile gibt es ein großes Abgebot an alkoholfreien Alternativen. Aber Vorsicht: Auch hier ist häufig Alkohol enthalten. Jonathan Pfund, Produktmanager für Wein & Spirituosen bei „Vom-Fass“, informiert über die Hintergründe.


Wann gilt ein Getränk als

„alkoholfrei“?

Hersteller dürfen Getränke wie Bier, Sekt oder Wein als alkoholfrei bezeichnen, wenn ihr Alkoholgehalt unter 0,5 Volumenprozent liegt. Diese alkoholarmen Getränke haben keine berauschende Wirkung. Auch nach drei Flaschen alkoholfreiem Bier pro Stunde ist es noch erlaubt, mit dem Auto zu fahren. „Einige Menschen sollten trotzdem vorsichtig sein“, warnt Jonathan Pfund. „Aufgrund des Restalkohols sind alkoholfreie Getränke für Schwangere nur bedingt zu empfehlen. Kinder sollten besser komplett verzichten, da sie sich sonst schnell an den Geschmack gewöhnen können.“


Alkohol in Fruchtsäften

Was viele überraschen dürfte: Auch Trauben- und Apfelsaft enthalten geringe Mengen an Alkohol – bis zu ein Prozent ist hier zulässig. „Das europäische Lebensmittelrecht verpflichtet Getränkehersteller erst ab einem Alkoholwert von 1,2 Volumenprozent zu einer Deklaration“, informiert der Getränkeexperte. Sogar Lebensmittel wie Bananen, Kefir, rohes Sauerkraut, Hefegebäck, Brot oder Essig weisen häufig einen minimalen Alkoholgehalt auf.


Wie werden alkoholfreie

Getränke hergestellt?

Alkoholische Getränke können auf mehreren Wegen hergestellt werden. Man kann den Gärungsprozess verkürzen, so dass der Alkoholgehalt unter 0,5 Volumenprozent bleibt.

Alternativ wird der Alkohol nachträglich entzogen. Viele Hersteller destillieren. „Der Siedepunkt von Alkohol liegt bei circa 78 Grad Celsius. Während der enthaltene Alkohol bei dieser Temperatur weitestgehend verdampft, behält das Getränk noch seine flüssige Form“, erläutert Pfund. Im Vakuumverfahren wird nur eine Temperatur von etwa 27 Grad Celsius benötigt, um eine Verflüchtigung des Alkohols zu erzielen.

TA

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Erstellt:
8. September 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
8. September 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. September 2021, 01:00 Uhr

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