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Schwäbische Trachten für winterliche Feiern

Kaum ist das Weihnachtsfest vorbei, werfen bereits neue Highlights ihre Schatten voraus. Die kalte Jahreszeit bietet viele Gelegenheiten zu feiern. Dabei erleben Trachten nicht selten eine Renaissance.

03.01.2019

Bild: Pixabay

Der Winter kann nicht nur auf den Skipisten genossen werden, sondern auch bei Glühwein und Apres Ski. Dabei ist es beinahe schon ein Trend, den Skianzug in den Hütten gegen ein fesches Dirndl und eine rustikale Lederhose zu tauschen. Die typisch schwäbische Tracht ist dabei kaum noch auszumachen, denn es wird immer schwieriger, Traditionen zu bewahren und auf solche zu treffen.

Wenn Bayern und Schwaben beim Feiern zusammenkommen, treffen die unterschiedlichsten Trachten aufeinander. Dabei sind die traditionellen Trachten und deren Unterschieden nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen.

Ursprünglich war die Tracht weit mehr als ein modisches Kleidungsstück. Sie diente als Indikator sozialer Stellungen und Berufe. So ließen sich der Familienstand oder die Religion aus der Tracht schließen und es existierten spezielle Berufstrachten. Ursprünglich waren Trachten einfache Kleidungsstücke für das Volk. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde die Tracht salonfähig und mit hochwertigen Stoffen den Bedürfnissen der Adligen angeglichen.

Wer sich heute beim Hüttengaudi, Oktoberfest oder auf dem Cannstatter Volksfest umsieht, erlebt die Tracht als eine Bekleidung, welche wenig Gemeinsamkeiten mit den ursprünglichen schwäbischen und bayerischen Trachten zeigt. Die ursprünglichen Trachten beider Regionen haben vieles gemein, lassen aber auch Unterschiede erkennen.

Da beide Trachten von der Lederhose bestimmt werden, gibt es hier nur wenige Abweichungen zwischen den Bayern und den Schwaben. Allerdings ist in Schwaben die kurze Lederhose nicht üblich. „Die kurze Lederhose der bayerischen Tracht konnte sich auch erst im Laufe der Zeit durchsetzen und war für die ursprünglichen Trachten Bayerns nicht gebräuchlich.“, so die Information zur Trachtenmode für Herren bei Alpenclassics.de. Im weiteren Verlauf änderte sich dieses Bild. Bei den Schwaben reichen die Hosen mindestens bis zu den Knien oder werden als Stiefelhosen getragen.

Viele Feierlustige tragen Karohemden zu ihrer Trachtenmode. Das Karohemd lässt sich jedoch weder Bayern noch Schwaben zuordnen, sondern wurde erst im 21. Jahrhundert Bestandteil der Trachtenmode. Die traditionellen Trachten werden durch weiße Hemden aus Leinen komplettiert. Vereinzelt waren bei den Arbeitstrachten in Schwaben auch dunkle Hemden üblich.

Die „Loferl“ an den Waden der Männer sind allein für die Trachten im oberbayerischen Raum üblich. Bei der weiblichen Tracht sind Kopfbedeckungen ein wichtiger Bestandteil. In Schwaben, wie auch in Bayern, reichten die Trachten bis zu den Waden oder auch bis auf den Boden. Die schwäbischen Frauen hielten sich dabei eher bedeckt und trugen die Trachtenblusen hochgeschlossen.

Wer die Tracht weniger als Trend-Mode versteht und typisch schwäbisch feiern gehen möchte, sollte in einer Kniebundhose auftreten. Die dreiviertellangen Hosen sind ein typisches Merkmal für die schwäbische Tracht. Während in Bayern braune Lederhosen die Regel sind, trugen die Bauern in Schwaben meist schwarze Hosen. Für die Weinbauern waren gelbe Hosen typisch.

Die schwäbische Tracht kennzeichnen auch aufwendige Reliefstickereien auf den Hosenträgern. Dazu trägt Er ein weißes Leinenhemd und einen mit zwei Knopfleisten geschlossenen Lodenjanker. Frauen entscheiden sich für ein längeres Dirndl, welches nicht allzu viel Dekolleté freigibt. Ledige Frauen zeigen sich mit weißer Schürze. Wer bereits verheiratet ist, geht mit einer schwarzen Schürze typisch schwäbisch feiern.

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Erstellt:
3. Januar 2019, 09:03 Uhr
Aktualisiert:
3. Januar 2019, 09:03 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2019, 09:03 Uhr

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