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Die eigenen vier Wände verjüngen

06.08.2019

: Beliebte Verjüngungsmaßnahmen für die eigenen vier Wände sind eine neuer Anstrich oder neue Tapeten. Hier können Heimwerker richtig sparen, wenn sie die Arbeiten selbst erledigen. Bild: Pixabay ©Bru-nO

Jeder Hausbesitzer kennt das: Wenn ein Haus ein gewisses Alter erreicht hat, fängt es an, Arbeit zu machen. Die Fenster halten den Wind und die Kälte nicht mehr draußen. Im Bad lassen die 80er-Jahre grüßen und von der Fassade blättert die Farbe ab. Das Haus braucht ein paar Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Dabei sind einige Maßnahmen wichtiger als andere und vor allem sind manche auch sehr teuer.

Die Kosten im Blick behalten

Häufig sind die Arbeitskosten bei Renovierungsmaßnahmen sehr hoch, höher als die Materialkosten. Hier können Heimwerker ordentlich sparen, wenn sie die Arbeiten selbst erledigen. Am besten funktioniert das mit handwerklich versierten Freunden oder Verwandten. Allerdings gilt das nur für Arbeiten, die ohne ganz spezielle Fachkenntnisse zu erledigen sind. Verschiedene Arbeiten sollten Profis vorbehalten sein. Natürlich hat das auch seinen Preis, vor allem wenn der Profi aktiv werden muss.

Für größere Umbaumaßnahmen, wie beispielsweise die Dachsanierung, lohnt sich eine klassische Baufinanzierung mit langfristiger Zinsbindung und langer Laufzeit. Für diese Kredite ist allerdings der Aufwand etwas höher, da Anträge zu stellen und Unterlagen einzureichen sind. Um die Baufinanzierung zu erhalten, sind recht strenge Maßstäbe einzuhalten. Unkomplizierter und schneller zu bekommen, ist ein günstiges Darlehen mit freier Verwendung. Gerade bei den derzeit niedrigen Zinsen kann das eine gute Idee sein. 25.000 Euro Kredite gibt es beispielsweise bei Smava zu sehr günstigen Konditionen.

Ist es sinnvoll das Haus zu renovieren?

Wer sein Haus immer in Schuss hält und Kleinigkeiten immer sofort repariert, sieht sich irgendwann dennoch mit dem Thema Renovierungsarbeiten konfrontiert. Manchmal sind auch größere Modernisierungen oder sogar eine Sanierung notwendig. Je älter das Haus ist, umso mehr Arbeiten fallen normalerweise an. Proportional dazu steigen auch die Kosten. So mancher Hausbesitzer stellt sich dann die Frage, ob sich das überhaupt noch lohnt. Und vor allem kommt dann die Frage nach der Finanzierung der Maßnahmen auf. Eben diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

Die Lebensumstände spielen dabei immer eine sehr wichtige Rolle. Wer ohnehin in absehbarer Zeit ausziehen möchte, macht sich darüber wahrscheinlich nicht mehr so viele Gedanken. Wenn die Kinder erwachsen geworden sind, ist das Haus vielleicht zu groß geworden oder das neue Zuhause sollte besser ein barrierefreies Haus sein – dann gibt es nicht mehr viel zu überlegen. Eines ist allerdings grundsätzlich immer eine Überlegung wert: Wenn das Haus in Schuss ist, steigt normalerweise sein Wert. Beim Verkauf lässt sich ein höherer Preis erzielen. In jedem Fall steigt mit den Renovierungsarbeiten der Wohnwert.

SanReMo – Sanieren, renovieren, modernisieren

Streng genommen sind Sanieren, Renovieren und Modernisieren drei unterschiedliche Dinge. Aber im normalen Sprachgebrauch wird kein Unterschied gemacht.

-Renovieren ist wörtlich übersetzt das Wiederherstellen. Dabei werden Mängel behoben, die durch die Benutzung der Immobilie im Laufe der Zeit entstehen. Zu den klassischen Renovierungsarbeiten gehören neuen Anstriche, Tapeten oder Bodenbeläge.

-Bei einer Sanierung werden ernsthafte Gebäudeschäden beseitigt, wie das Beseitigen von Rissen im Mauerwerk, Schimmel an den Wänden oder die Reparatur des undichten Dachs. Mit einer Sanierungsmaßnahme steigt der Immobilienwert direkt an.

-Bei einer Modernisierungsmaßnahme wird etwas Altes verbessert und auf den neusten Stand gebracht. Der Austausch der Heizungsanlage oder der Fenster fällt ebenso in diese Kategorie wie Maßnahmen zur Wärmedämmung. Modernisierungsmaßnahmen erhöhen den Immobilienwert erheblich.

Welche Maßnahmen sind notwendig?

Wer jedes Jahr eine immer höher Heizkostenrechnung hat, sollte über eine energetische Modernisierung nachdenken. Das kann bis zu zwei Drittel der Heizkosten einsparen. Dieses Geld lässt sich anderweitig sinnvoller nutzen, beispielsweise für die Refinanzierung der neuen Heizung oder der Wärmedämmung. Meistens genügt es nicht, nur die Heizung auszutauschen gegen eine moderne und energieeffiziente Anlage. Besonders sinnvoll ist die Kombination von einer modernen Gastherme mit einer Solaranlage. So sinken die Heizkosten um circa 40 Prozent gegenüber der Ölzentralheizung. Dabei gilt: Ist eine gleichzeitige Wärmedämmung geplant, muss die Heizung nicht mehr so groß ausfallen. Gerade wenn die Fassade ohnehin eine Renovierung nötig hat, lässt sich die Wärmedämmung für geringe Zusatzkosten realisieren. Die Heizkosten können sich mit einer alten Anlage zu einem ordentlichen Betrag summieren. Da kann allein schon die bloße Ersparnis einen großen Teil der Kosten abdecken.

Energetische Sanierungsmaßnahmen fördert der Staat

Für die Altbausanierung stellen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Fördermittel zur Verfügung. Auch Länder und Kommunen tragen zur Refinanzierung von Energiesparmaßnahmen bei. Die möglichen Förderprogramme sind vielfältig und manchmal etwas unübersichtlich. Ein Energieberater kennt sich aus und kann mit fachkundigem Rat rund um die energetische Sanierung viele wertvolle Tipps geben.

Mit der Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude werden die Kosten für diese Beratungsleistung bezuschusst. Der Zuschuss beträgt seit März 2015 60 Prozent der Kosten für die Beratung. Fördermittel für die energetische Sanierung gibt es für Einzelmaßnahmen, wie den Austausch der alten Heizungsanlage oder die Wärmedämmung. Aber auch eine energetische Komplettsanierung wird gefördert. Dafür bietet die KfW ein gesondertes Förderprogramm für Komplettsanierungen zu besonders guten Bedingungen an.

Bei einer Förderung durch die BAFA gibt es ausschließlich Leistungen in Form von Barauszahlungen. Bei der KfW gibt es besonders günstige Kredite. Hier sind auch Zuschüsse oder Tilgungsverzichte unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Eine Kombination aus BAFA-Förderung und KfW-Ergänzungskredit ist ebenfalls eine denkbare Lösung. Wer für seine Biomasse-Heizung eine Förderung von der BAFA möchte, kann diese erst beantragen, wenn die Anlage bereits in Betrieb ist, längstens nach neun Monaten. Anträge auf ein Förderdarlehen oder einen Zuschuss bei der KfW sind vor Baubeginn zu stellen, ansonsten lehnt die Bank den Förderantrag ab.

Wenn das Dach bereits undichte Stellen hat und nicht gedämmt ist, ist es höchste Zeit für ein neues Dach. Damit können Verbraucher sehr viel Geld sparen. Bild: Pixabay © PhotoMIX-Company

Eine energieeffiziente Solaranlage in Verbindung mit einer neuen Heizungsanlage kann bis zu 40 Prozent der Heizkosten einsparen. Bild: Pixabay © Antranias

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Erstellt:
6. August 2019, 11:47 Uhr
Aktualisiert:
6. August 2019, 11:47 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. August 2019, 11:47 Uhr

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